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PFAS-Claims und neue EU-Regulierung

Orientierung für Hersteller und Handel

Neue EU-Regeln für Umwelt-Claims – was bedeutet das für PFAS-Kommunikation?


In den vergangenen Jahren ist das Thema PFAS zunehmend in den Fokus der öffentlichen Diskussion gerückt. Parallel dazu beobachten wir im Markt eine verstärkte Verwendung PFAS-bezogener Marketingaussagen im Zusammenhang mit Antihaftbeschichtungen in Konsumgütern. 

Gleichzeitig entwickeln sich die regulatorischen Rahmenbedingungen weiter. Besonders relevant ist hierbei die Empowering Consumers Directive 2024/825, die künftig strengere Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen stellt. 

Vor diesem Hintergrund geben wir eine Einordnung der aktuellen Entwicklungen.


Neue Anforderungen an Umwelt-Claims in der EU
Mit der neuen Richtlinie verfolgt die EU das Ziel, Verbraucherinnen und Verbraucher besser vor irreführenden Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen zu schützen. 

Für Hersteller und Händler bedeutet dies insbesondere:
- Umwelt-Claims müssen klar belegbar sein
- allgemeine oder missverständliche Aussagen sollten vermieden werden
- spezifische, klar eingegrenzte Aussagen sind vorzuziehen
- Umwelt- und Nachhaltigkeitslabels müssen transparent und unabhängig überprüfbar sein

Diese Entwicklungen wirken sich zunehmend auch auf PFAS-bezogene Aussagen aus.


PFAS-Claims im Markt
Im Markt lassen sich aktuell unterschiedliche Kommunikationsstrategien beobachten: 

Während einige Anbieter PFAS-Freiheit aktiv als Verkaufsargument nutzen, setzen andere stärker auf technologische Eigenschaften oder Produktleistung. Gleichzeitig stehen viele Handelsunternehmen vor der Herausforderung, verständliche Kommunikation am Point of Sale mit den steigenden regulatorischen Anforderungen in Einklang zu bringen.

Wichtig dabei:
PFAS-bezogene Aussagen – insbesondere als Label oder plakative Claims – werden häufig als Umweltvorteil interpretiert. Ohne entsprechende Absicherung kann dies rechtliche Risiken bergen.

Eine mögliche Option ist die unabhängige Prüfung und Zertifizierung solcher Aussagen. Voraussetzung ist ein transparentes und nachvollziehbares Zertifizierungssystem. Auch dann ersetzt eine Zertifizierung jedoch keine sorgfältige Formulierung im jeweiligen Kontext.


Der Ansatz von ILAG
Als Entwickler und Hersteller von Antihaftbeschichtungen verfolgt ILAG eine technologieorientierte und faktenbasierte Kommunikation.

Unser Ziel ist es, technische Eigenschaften transparent darzustellen und gleichzeitig eine verantwortungsvolle Marktkommunikation zu unterstützen.

Konkret bedeutet dies:
- Fokus auf Beschichtungstechnologie und Produktentwicklung
- bewusster und differenzierter Umgang mit PFAS-bezogenen Aussagen
- Unterstützung unserer Kunden bei der Einordnung regulatorischer Entwicklungen


Unterstützung für unsere Kunden
Wir unterstützen unsere Partner unter anderem mit:
- technischen Informationen zu Beschichtungssystemen
- Einordnung regulatorischer Entwicklungen
- Empfehlungen für eine sachgerechte Produktkommunikation


Ausblick
Die regulatorischen Anforderungen im Bereich Umwelt-Claims und PFAS werden sich voraussichtlich weiterentwickeln.

Vor diesem Hintergrund empfiehlt es sich, PFAS-bezogene Aussagen sorgfältig zu prüfen und – insbesondere bei Verwendung als Label oder hervorgehobener Claim – geeignete Absicherungen wie Zertifizierung in Betracht zu ziehen.

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