ILAG Prüf- und Messempfehlung für PFAS-bezogene Aussagen
PFAS-bezogene Aussagen sollten nicht allein auf einer einzelnen Messung beruhen. Für eine belastbare Einordnung empfiehlt ILAG ein mehrstufiges Vorgehen aus Dokumentation, gezielter Analytik und fachlicher Bewertung.
Warum eine mehrstufige Prüfung sinnvoll ist
PFAS ist eine breite Stoffgruppe. Je nach Untersuchungsmaterial, Prüfspektrum und Messmethode können Ergebnisse unterschiedlich ausfallen. Hinzu kommt, dass Fluorbefunde nicht automatisch mit PFAS gleichzusetzen sind. Deshalb empfiehlt ILAG ein abgestuftes Prüfkonzept statt einer isolierten Einzelbewertung.
Begriffliche Grundlage
PFAS
Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen gemäss OECD-Definition 2021.
Niedermolekulare PFAS
Diese Stoffe sind besonders relevant, wenn es um migrationsfähige, analytisch gezielt erfassbare PFAS geht.
Fluorpolymere
Fluorpolymere wie PTFE, PFA oder FEP gehören nach der OECD-Definition zur PFAS-Stoffgruppe.
Anorganische Fluorquellen
Bestimmte Rohstoffe, etwa mineralische oder pigmentbedingte Fluorquellen, können analytische Fluorbefunde beeinflussen, ohne dass daraus automatisch auf organische PFAS geschlossen werden kann.